Die weißen Kenianer

Wir, "Die weissen Kenianer", sind die etwas anderen Marathonis. Wir sind ein lustiger Haufen von Leuten,
die Spass am Laufen und am Feiern haben. Das hört sich jetzt zwar an, als sei das wieder so eine
Säufervereinigung, die ihre Saufgelage mit Pseudo-Trainingsstunden tarnt, ist es aber bei weitem nicht.
Bei uns steht durchaus der sportliche Ehrgeiz an erster Stelle, ohne jedoch das Ganze zu verbissen zu sehen.
So wird nach jedem Marathon gefeiert, egal ob die Zeit 03:23 Std. oder 05:23 Std. ist. Vollkommen wurscht.

Wir freuen uns einfach, dass es gut geklappt hat und alle gesund angekommen sind.

Begonnen hat alles 1998, als Siegfried und Lothar anfingen zusammen zu laufen. Im Frühjahr 2001 kam Lothar
auf die verrückte Idee, doch einmal einen Marathon zu laufen. Verrückt deshalb, da wir zuvor nie mehr
als 5 bis 8 km gelaufen waren. Sodann machten wir uns mit all unserer Unerfahrenheit an das Training.
Wir schraubten unsere Trainingseinheiten auf zuerst gigantische 10 km, um dann so gegen Mai unseren ersten
20 km-Lauf zu starten. So beflügelt wagten wir uns an unseren ersten Leistungstest über 30 km.
Übermütig wie wir waren, starteten wir an einem Samstag um 10:00 Uhr bei ca. 20 Grad. Nach 20 km und
mittleweile 30 Grad, fühlten wir so wohl, dass wir das Tempo anzogen, um mit einer ungefähren Endzeit von
3 Std. 15 Min. herauszukommen. Nach 25 km erlebten wir unser Waterloo. Nach km 26 waren wir so am Ende,
dass wir völlig entkräftet aufhörten. Unser zweiter 30er ging genau 2 km weiter als der Erste.
So top durchtrainiert, fuhren wir zu unseren ersten Marathon nach Köln.
Nur soviel: Die Stimmung in Köln war sehr gut. Über unsere Leistung schweigen wir lieber.